Nachrichten

Internationaler Preis für Thisbe K. Lindhorst

23.03.2017

Thisbe LindhorstZur Feier des Internationalen Frauentags (Mittwoch, 8. März) gab die International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) die Preisträgerinnen des IUPAC 2017 Distinguished Women in Chemistry or Chemical Engineering Awards bekannt. Thisbe K. Lindhorst, Professorin für Organische und Biologische Chemie am Otto Diels-Institut für Organische Chemie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), ist eine von zwölf Frauen, die geehrt wurden. Hier weiterlesen

Solarzellen zum Ausrollen

22.12.2016

Solarzellen zum AusrollenSolarzellen, dünn wie Folie und so biegsam, dass sie sich auf unterschiedlichen Oberflächen wie Haus- und Fahrzeugdächer oder Glasfronten großflächig ausrollen lassen – das ist eines der langfristigen Ziele eines deutsch-dänischen Forschungsprojekts, das jetzt startet. Beteiligt sind an dem Projekt „RollFlex-Innovationsprojektcenter“ neben der dänischen Syddansk Universitet (SDU), an der das Projekt angesiedelt ist, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), die Kieler CAU-Ausgründung FUMT R&D Functional Materials GmbH, die dänische Firma Stensborg A/S sowie zahlreiche deutsche und dänische Netzwerkpartner. Am Mittwoch, 14. Dezember fand in Sonderborg das offizielle Kick-Off-Treffen statt. Hier weiterlesen

Kieler Nanopreis geht an Sotiris Pratsinis für medizintechnische Anwendungen

10.11.2016

Diels-Planck-Lecture verliehen

Kieler Nanopreis geht an Sotiris Pratsinis (Bildmitte) für medizintechnische AnwendungenProfessor Sotiris Pratsinis von der ETH Zürich wurde gestern (6. Oktober) mit der Diels-Planck-Lecture des Forschungsschwerpunktes Kiel Nano, Surface and Interface (KiNSIS) geehrt. Die Mitglieder von KiNSIS an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) vergeben jedes Jahr die Diels-Planck-Medaille an international herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Nano- und Oberflächenwissenschaften. Die Auszeichnung wurde zusammen mit den KiNSIS-Promotionspreisen im Rahmen der Veranstaltung „Nano Surface and Interface Science“ verliehen. Hier weiterlesen

Die besten Kieler Nano-Promotionen 2016

02.12.2016

Zwei der vier Kinsis-PromotionspreisträgerDie Promotionspreise des Nanoforschungsschwerpunktes KiNSIS gingen in diesem Jahr an Dr. Florian Dams, Dr. Michael Helou, Dr. Hauke Thomsen und Dr. Jonas Otto Wolf. Die mit jeweils 1.000 Euro dotierten Auszeichnungen ehren die besten Dissertationen in der Kieler Nanoforschung. Florian Dams und Hauke Thomsen konnten sie bei der diesjährigen Diels-Planck-Lecture entgegen nehmen. Im Folgenden werden sie kurz vorgestellt. Hier weiterlesen

CAU und uninahe Ausgründung entwickeln umweltfreundliche Schiffsbeschichtung

04.12.2017

Umweltfreundliche Beschichtung lässt Schiffe leichter reinigen Marine Organismen wie Seepocken, Algen oder Muscheln bewachsen in kürzester Zeit Schiffsrümpfe und greifen ihre Lackschicht an. Das sogenannte „Biofouling“ erhöht so das Gewicht des Schiffes und dessen Strömungswiderstand. Ein gestiegener Treibstoffverbrauch und höherer CO2-Austoß sind die Folge. Um diesen Bewuchs zu vermeiden, werden weltweit überwiegend Schutzanstriche verwendet, die umweltschädliche Stoffe beinhalten und abgeben. Ein Forschungsteam aus dem Institut für Materialwissenschaften der CAU und der Phi-Stone AG, eine Ausgründung der CAU mit Sitz in Kiel, hat in enger Zusammenarbeit eine umweltfreundliche Beschichtung entwickelt. Sie erschwert die Ansiedelung von marinen Organismen und ermöglicht es, Schiffe leichter zu reinigen. Der neuartige Ansatz wurde jetzt mit einem internationalen Preis für innovative Marinetechnologien ausgezeichnet und setzte sich dabei gegen Konkurrenten von drei Kontinenten durch. Foto: Martina Baum

CAU-Pressemitteilung vom 1.12.2017 (Deutsch)
Press release of Kiel University of December 1, 2017 (English)

Fein verfilzt: CAU-Forschungsteam entwickelt neues Verbundmaterial aus Kohlenstoffnanoröhren

22.11.2017

Wie verfilzte Fäden: Nanoröhren aus Kohlenstoff Extrem leicht, elektrisch besonders leitfähig und stabiler als Stahl: Dank ihrer einzigartigen Eigenschaften wären Nanoröhren aus Kohlenstoff ideal für zahlreiche Anwendungen, von ultraleichten Batterien über Hochleistungskunststoffe bis zu medizinischen Implantaten. Bisher ist es für Wissenschaft und Industrie jedoch schwierig, die außerordentlichen Merkmale von der Nanoskala auf eine funktionsfähige industrielle Anwendung zu übertragen. Zu schlecht lassen sich die Kohlenstoffnanoröhren mit anderen Materialien verbinden oder sie verlieren dabei ihre vorteilhaften Eigenschaften. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Funktionale Nanomaterialien an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Universität Trento haben jetzt eine alternative Methode entwickelt, mit der sich die winzigen Röhren so mit anderen Materialien verbinden lassen, dass sie ihre charakteristischen Eigenschaften behalten. Dabei „verfilzen“ sie die fadenartigen Röhren zu einem stabilen 3D-Netzwerk, das extremen Kräften Stand hält. Die Forschungsergebnisse erschienen jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications.

CAU-Pressemitteilung vom 21.11.2017 (Deutsch)
Press release of Kiel University of November 21, 2017 (English)

Kieler Forschungsteam simuliert menschliche Wahrnehmungsprozesse in elektronischer Schaltung

08.11.2017

Marina Ignatov, Hermann Kohlstedt, Mirko Hansen und Martin Ziegler aus der Arbeitsgruppe „Nanoelektronik“ stellen mit dieser Anlage memristive Bauelemente an der Technischen Fakultät her.Damit wir uns in unserer Umgebung zurechtfinden und schnelle Entscheidungen treffen können, muss das menschliche Gehirn in kurzer Zeit viele Informationen verarbeiten. Wie genau es den gigantischen Datenstrom beherrscht, den unsere Sinnesorgane liefern, ist noch immer nicht vollständig erforscht. Um die Funktionsweise des Gehirns besser zu verstehen, versuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Fakultät an der CAU, die biologische Informationsverarbeitung technisch nachzubilden. Nach dem Vorbild neuronaler Netze wollen sie elektronische Schaltungen mit kognitiven Fähigkeiten entwickeln. Am Beispiel optischer Täuschungen haben die Forschenden jetzt gezeigt, wie sich Wahrnehmungsprozesse in einem elektronischen Schaltkreis aus nanoelektronischen Bauelementen nachbilden lassen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Fachzeitschrift Science Advances.

Pressemitteilung der CAU vom 6.11.2017 "Das Prinzip der optischen Täuschung technisch imitiert"
 

DFG verlängert Forschergruppe 2093 zur technischen Nachbildung von Gehirnprozessen

04.12.2017

Beispiel einer Schaltung, die Gehirnprozesse nachbildetDie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) angesiedelte Forschergruppe 2093 „Memristive Bauelemente für neuronale Systeme“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 2 Millionen Euro für drei weitere Jahre gefördert. In dem interdisziplinären Verbundprojekt erforschen seit 2014 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Neurologie, Systemtheorie, Materialwissenschaft, Nanoelektronik und Medizin, wie sich Lern- und Gedächtnisprozesse des menschlichen Gehirns technisch nachbilden lassen. An dem Projekt unter Leitung von Prof. Hermann Kohlstedt (CAU) sind außerdem die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Hamburg-Harburg, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und das Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder) beteiligt.

CAU-Pressemitteilung vom 4.12.2017 (Deutsch)

Cooperation with successful postdoc of SFB 677 continues at international level

09.01.2017

Titelbild ChemCommAlthough Yong-Feng Wang left Kiel University five years ago the cooperation with the colleagues from the SFB 677 and the group of Professor Richard Berndt at the Institute of Experimental and Applied Physics still continues. Most recently a joint paper about the vacuum synthesis was published as a cover story of the journal Chemical Communications. Since 2006 Wang worked as a postdoc in the group of Professor Berndt and was involved in numerous publications. 2012 Wang went to Peking University, by now he leads a group at the Key Laboratory for the Physics and Chemistry of Nanodevices, Department of Electronics himself.Read more

Mit Molekülen und Licht an Zellen zupfen

22.12.2016

Herges, Kaidem und Selhuber-UnkelKieler Forschungsgruppen finden neue Methode zur Zellstimulation

Jeder Mensch besteht aus etwa 100 Billionen Zellen – aneinandergereiht würden sie 60-mal um den Erdball reichen. Die meisten dieser Zellen entstehen durch Teilung und Differenzierung einer einzigen Eizelle. Zur Orientierung erkunden sie laufend ihre Umgebung und kommunizieren mit ihren Nachbarn, indem sie an anderen Zellen oder Oberflächen haften. Zwei Arbeitsgruppen aus der Chemie und der Biophysik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) haben eine neue Methode entdeckt, um Zellen zu stimulieren und damit ihre Haftung zu verstärken. Ihre Ergebnisse erschienen jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Angewandte Chemie. Hier weiterlesen

Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftlerin

18.01.2018

Auszeichnung für Judith HeidlandJudith Heidland, Doktorandin von Professorin Regina Scherließ in der Arbeitsgruppe "Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie", erhielt bei der europäischen Konferenz "Drug Delivery to the Lungs 2017" eine Auszeichnung für das "Best Academic Poster". Der Beitrag zur Tagung, die vom 6. bis 8. Dezember 2017 in Edinburgh stattfand, lautete "Nano-in-microparticles for dry powder vaccination – possible for nasal application?" Bei der jährlich stattfindenden Konferenz der Aerosol Society kommen bis zu 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, um aktuelle Forschungserkenntnisse zur Inhalationstherapie zu diskutieren.

Weitere Informationen: https://aerosol-soc.com/ddl-conference/about/

SFB 1261 entwickelt extrem empfindliches Sensorsystem für Magnetfelder

15.02.2018

New SAW-SensorHochempfindliche Sensoren könnten in Zukunft magnetische Signale des Körpers detektieren, um daraus Rückschlüsse auf Herz- oder Hirnströme zu ziehen. Im Vergleich zu den etablierten elektrischen Messverfahren wären sie in der Lage, kontaktlos zu messen, also ohne direkten Hautkontakt. Noch sind solche Messungen mit erheblichem Aufwand verbunden. Eine wichtige Grundlage für biomagnetische Diagnostik konnten jetzt Mitglieder des Sonderforschungsbereichs 1261 „Magnetoelectric Sensors: From Composite Materials to Biomagnetic Diagnostics“ schaffen. Sie erforschen die Entwicklung von Magnetfeldsensoren, die langfristig in der Lage sein sollen, mit einer besseren Ortsauflösung ohne größeren Aufwand im medizinischen Alltag eingesetzt zu werden. Das interdisziplinäre Forschungsteam entwickelte ein erstes Sensorsystem, das nicht nur das Erkennen eines magnetischen Signals umfasst, sondern auch seine Verarbeitung. Ihre Ergebnisse stellten sie im Fachmagazin Scientific Reports vor.

Pressemittteilung der CAU, 15.2.2018 (Deutsch)
Press release of Kiel University, 15.2.2018 (Englisch)

Forschungsprojekt RollFlex auf der New Energy Husum

27.03.2018

Martina Gerken präsentiert das Projekt RollFlex.Zum ersten Mal präsentierte sich das deutsch-dänische Forschungsprojekt Rollflex in diesem Jahr bei der New Energy Husum (15.-18.3.2018), der Fachmesse im Norden rund um Themen der Erneuerbaren Energien. Ein parallel stattfindendes Kongressprogramm bot mit praxisorientierten Vorträgen und Diskussionsrunden zusätzliche Gelegenheit zum Netzwerken und für den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Die beteiligten Partner stellten ihr Interreg-Projekt RollFlex beim Kongress Furgy Clean Innovation der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein vor. Die Veranstaltung bildete im Rahmen der „New Energy“ eine Plattform für die Präsentation innovativer Technologien, Best-Practice-Beispiele und Förderkulissen aus Schleswig-Holstein und Dänemark. In ihrem Workshop “Roll to roll fabrication of solar cells and OLEDs“ gaben die dänischen und deutschen Partner einen Einblick in die Herstellung und Funktionsweise von Bauelementen aus organischen Materialien wie Solarzellen und OLEDs. Sie besitzen gänzlich neue Eigenschaften wie mechanische Flexibilität, Leichtgewicht, niedrige Kosten sowie Semitransparenz. Damit ermöglichen sie Anwendungsgebiete wie flexible Solarzellen, tragbare Technologien und Biosensorik. „Die Produktion und der Verbrauch von Energie könnte somit in Zukunft ganz neu gedacht werden“, so die Projektpartner. Mehr

Neues Material macht Kältemaschinen energieeffizienter

11.04.2018

Conventional heat exchanger coated with new materialKälteanlagen gelten als Stromfresser, in denen noch immer umweltschädliche Kältemitteln verwendet werden, auch nach dem Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW). Eine umweltfreundliche Alternative sind Anlagen, die stattdessen mit Wasser arbeiten. Ein Forschungsteam des Instituts für Anorganische Chemie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat jetzt gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg ein hochporöses Material entwickelt, mit dem sich diese Kühlanlagen mit geringerem elektrischen Energieaufwand als bisher betreiben lassen. Dafür könnte bislang ungenutzte Abwärme zum Beispiel aus Fernheizungssystemen, Rechenzentren oder Solarthermie eingesetzt werden. Die Ergebnisse erschienen kürzlich im Fachmagazin Advanced Materials. Das Kieler Forschungsteam präsentiert sein Material und die Anwendungsmöglichkeiten auf der Hannover Messe 2018.

Pressemitteilung der CAU, 10.04.2018 (Deutsch)
Press Release of Kiel University, 10.04.2018 (English)

Erster Spatenstich für länderübergreifenden Forschungsneubau bei DESY

27.03.2017

Spatenstich am DESY Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft, unter ihnen Schleswig-Holsteins Forschungsministerin Kristin Alheit und Hamburgs Forschungs-Staatsrätin Eva Gümbel vollzogen den ersten Spatenstich für ein neues Labor- und Bürogebäude bei DESY in Hamburg-Bahrenfeld. Das neue Photon Science-Gebäude soll Forschungsstätte für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG), der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und DESYs werden. Der Neubau bietet durch direkte Anbindung an die DESY-Lichtquellen und enge Vernetzung von Forschungsgruppen vor Ort ideale Bedingungen für die Forschung mit Photonen und Nanowissenschaften. Das Photon Science-Gebäude kostet 14,1 Millionen Euro und soll im Frühjahr 2019 bezugsfertig sein.  Foto: C.Eulitz
Zur gemeinsamen Pressemitteilung von CAU, DESY und Helmholtz-Zentrum Geesthacht vom 27.03.2017

Prof. Christine Selhuber-Unkel erhält EU-Förderung zur Entwicklung neuer Implantate

23.11.2017

Der Aufbau des Hydrogels ähnelt dem Gerüst aus Proteinen, das Zellen natürlicherweise umgibt.Wenn bei einem Herzinfarkt Zellen nicht mehr genügend Sauerstoff erhalten, kann Muskelgewebe geschädigt werden oder sogar absterben. Ein Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat ein Material entwickelt, das geschädigtes Gewebe erneuern und zu einer schnelleren Behandlung beitragen soll. Dabei macht es sich zunutze, dass Zellen auf Reize ihrer Umgebung reagieren. In seinem Aufbau und seiner Konsistenz ähnelt das neue Material der natürlichen Umgebung von Zellen. Dadurch können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Verhalten von Zellen gezielt beeinflussen und sie so zum Beispiel zum Wachsen anregen. In einem jetzt gestarteten Projekt will das Forschungsteam um Professorin Christine Selhuber-Unkel das Material zur Marktreife bringen. Gefördert wird es vom Europäischen Forschungsrat mit einem sogenannten Proof-of-Concept-Grant in Höhe von rund 150.000 Euro, mit dem Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung schneller in die Anwendung gebracht werden sollen. Foto: Katharina Siemsen

Link zur CAU-Pressemitteilung vom 23.11.2017 (Deutsch)
Link zur CAU-Pressemitteilung vom 23.11.2017 (Englisch)

Physiker und Chemiker speichern Information in einem einzelnen Molekül

06.12.2017

Das im Experiment verwendete Eisen(III)-Spin-Crossover-Molekül unter dem RTM, darübergelegt ein Modell seiner Struktur. Speichermedien sind in den letzten Jahren kontinuierlich kleiner geworden und erlauben, mehr Daten auf gleichem Raum zu speichern. Doch die Miniaturisierung der bisher verwendeten Technologie stößt nun auf fundamentale quantenmechanische Grenzen. Ein neuer Ansatz besteht darin, sogenannte Spin-Crossover-Moleküle als kleinste Speichereinheit zu verwenden. Ähnlich wie in herkömmlichen Festplatten können sie Informationen über ihren magnetischen Zustand speichern. Die Herausforderung besteht darin, diese Moleküle auf Oberflächen anzubringen, ohne ihre Speicherfähigkeit zu zerstören. Das ist nun einem Forschungsteam der CAU aus den Arbeitsgruppen von Professor Richard Berndt, Institut für Experimentelle und Angewandte Physik, und von Professor Felix Tuczek, Institut für Anorganische Chemie, gelungen. Sie brachten nicht nur eine neue Klasse an Spin-Crossover-Molekülen erfolgreich auf einer Oberfläche an, sondern konnte auch bisher als hinderlich angesehene Wechselwirkungen nutzen, um ihre Speicherkapazität zu erhöhen. Die Speicherdichte herkömmlicher Festplatten ließe sich damit theoretisch um mehr als das Hundertfache erhöhen und Datenträger deutlich verkleinern. Ihre Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift Nano Letters.

CAU-Pressemitteilung vom 6.12.2017 
Press release of Kiel University of December 6, 2017

 

Dr. Guillaume Schull erhält Gaede Preis 2017

20.01.2017

Porträt Dr. Guillaume Schull Dr. Guillaume SchullFoto: privat

Dr. Guillaume Schull hat den Gaedepreis 2017 der Deutschen Vakuumgesellschaft für seine Arbeit in der Arbeitsgruppe von Professor Richard Berndt  erhalten. Die Auszeichnung erhält er für seine wegweisenden experimentellen Untersuchungen an elektrischen Kontakten zu einzelnen Molekülen und Atomen sowie zur Emission von Licht aus solchen Kontakten. Schull arbeitet am Institut de Physiqueet Chimie des Matériauxde Strasbourg. Von 2006 bis 2009 war er Post-doc am Institut für Experimentelle und Angewandte Physik (IEAP) der CAU. Er arbeitete bei Professor Berndt in der Arbeitsgruppe "Rastertunnelmikroskopie" und war Mitglied des SFB 677. Hier weiterlesen

5 Jahre Kieler Forschungswerkstatt

08.11.2017

Förderer aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft feiern das 5-jährige Bestehen der ForschungswerkstattIm Oktober feierte die Kieler Forschungswerkstatt ihr 5-jähriges Bestehen gemeinsam mit Unterstützerinnen und Unterstützern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Seit der Eröffnung 2012 wurde das Angebot des Schülerlabors der CAU und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) kontinuierlich ausgebaut. Dazu gehört auch das klick!labor, in dem Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Nanoforschung bekommen und Prozesse des wissenschaftlichen Arbeitens. Gefördert wird das Experimentierlabor vom Forschungsschwerpunkt KiNSIS und dem Sonderforschungsbereich 677, in dem viele der Versuche auch entwickelt wurden. Foto: Heike Stumpenhorst, IPN

Pressemitteilung der CAU vom 5.10.2017 "Wie Spitzenforschung in Schleswig-Holstein Schule macht"
Informationen zu den Angeboten des Klick!:labor

Erster Retreat des GRK „Materials for Brain“

26.06.2017

Gruppenfoto Retreat GRK 2154 in SankelmarkVom 1. bis 2. Juni 2017 kamen Promovierende die Mitglieder des Graduiertenkollegs 2154 „Materials for Brain“ zu ihrer ersten gemeinsamen Klausurtagung im Akademiezentrum Sankelmark zusammen. Zwei Tage lang tauschten sie sich über die geplanten Forschungsprojekte und die Doktorandenausbildung im GRK aus. Das Graduiertenkolleg an der CAU wird seit dem 1. April 2017 mit 4,1 Mio. Euro von der DFG gefördert. Es verbindet Medizin und Materialwissenschaft, um hochkomplexe Funktionsmaterialien zu entwickeln. Als Neuroimplantate könnten sie eine Alternative zu hochdosierten Medikamenten mit erheblichen Nebenwirkungen sein, die bisher bei chronischen Gehirnkrankheiten eingesetzt werden. Hier weiterlesen

KiNSIS zeichnet beste Promotionen in den Nanowissenschaften aus

11.07.2017

Jedes Jahr ehrt der Forschungsschwerpunkt KiNSIS die besten Kieler Promotionen in den Nanowissenschaften. Der diesjährige Preis für Nano Engineering geht an den Materialwissenschaftler Dr. Christoph Chluba für seine Arbeit über Materialien, die keine Ermüdungserscheinungen zeigen. Die Auszeichnung für den Bereich Nano Chemistry erhält der Chemiker Dr. Marcel Dommaschk für seine Forschung an Molekülen, die ihre magnetischen Eigenschaften gezielt ändern können. Die Preise sind mit jeweils 1.000 Euro dotiert. Hier weiterlesen

KiNSIS auf der Hannover Messe

03.05.2017

Zwei Studenten und eine Tasse KaffeeZum ersten Mal präsentierte sich in diesem Jahr die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) auf der Hannover Messe und damit einem nationalen und internationalen Publikum. Vom 24. bis 28. April stellten sich dort die vier Forschungsschwerpunkte in Halle 2 „Research & Technology“ vor und warben damit auch für den Forschungs- und Technologiestandort Schleswig-Holstein. Der Forschungsschwerpunkt KiNSIS zeigte aktuelle Themen der Grundlagen- und anwendungsorientierten Kieler Nanoforschung und stieß damit auf sehr großes Interesse beim Messepublikum und anderen Ausstellern aus Industrie, Wissenschaft und Politik. Hier weiterlesen

Nacht der Wissenschaften 2017

10.10.2017

Hochkonzentriert am Freitagabend: Kleine Besucherinnen bei der Nacht der WissenschaftMit einer echten Pipette arbeiten, die Solarzellen der Zukunft in die Hand nehmen oder einen Laborrundgang mit einer VR-Brille machen. Während sich das Programm der Nacht der Wissenschaften im letzten Jahr auf Kiel konzentrierte, ging es in diesem Jahr in die Region hinaus: In Eckernförde, Plön, Preetz und Rendsburg zeigten KiNSIS-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Themen aus der Nanowelt einer breiten Öffentlichkeit. Insgesamt warteten mehr als 100 Aktionen am 29. September auf kleine und große Besucherinnen und Besucher in der Kiel Region.
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Japanische Delegation an der Uni Kiel: Austausch in den Nanowissenschaften stärken

18.09.2017

Wissenschaftler aus Kobe zu Besuch bei Kieler KollegenSeit 2016 besteht die Hochschulpartnerschaft zwischen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Kobe Universität (KU), Japan. Vom 17. bis 19. September besucht eine wissenschaftliche Delegation der KU unter Leitung der Vizepräsidenten Professor Noriyuki Inoue und Professor Masahiko Yoshii die CAU. Geplant sind Workshops mit Vorträgen von Forschenden beider Hochschulen in den Bereichen Nano- und Sozialwissenschaften. Eine Session organisiert der Forschungsschwerpunkt Kiel Nano, Surface and Interface Science (KiNSIS). Unterstützt wird er von der Norddeutschen Initiative Nanotechnologie (NINa). Hier weiterlesen

Materialwissenschaftler Aldo R. Boccaccini erhält Diels-Planck-Lecture 2017

12.06.2017

Preisträger BoccacciniBereits zum vierten Mal verlieh am 7. Juni der Forschungsschwerpunkt Kiel Nano Surface and Interface Science (KiNSIS) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) seinen Wissenschaftspreis, die Diels-Planck-Lecture. Der Schwerpunkt zeichnet damit international herausragende Wissenschaftler oder Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der Nanowissenschaften und Oberflächenforschung aus. Preisträger 2017 ist Aldo R. Boccaccini, Professor für Biomaterialien an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und am Imperial College London. Er erhält den Preis für seine wegweisende Arbeit zu neuen Materialien für biomedizinische Anwendungen. In einem öffentlichen Fachvortrag im Rahmen der aktuell an der CAU stattfindenden Tagung „Euro Intelligent Materials“ stellte Boccaccini seine aktuelle Forschung vor und nahm den Preis entgegen. Hier weiterlesen

Erste Promotion im SFB 1261 abgeschlossen

04.10.2017

Jens Reermann ist der erste Doktorand im SFB 1261Im Sommersemester 2017 schloss mit Jens Reermann der erste Promovend seine Doktorarbeit im SFB 1261 ab. Der 29-Jährige forschte über digitale Signalverarbeitung von hochempfindlichen, magnetoelektrischen Sensoren, um ihre Anwendbarkeit zu verbessern. Sein Doktorvater war Gerhard Schmidt, Professor für Digitale Signalverarbeitung und Systemtheorie an der CAU. Hier weiterlesen

Versteckter Nanostromschalter: Kieler Forschende entdecken Schaltfunktion in molekularem Draht

27.10.2017

Bending a wire of one molecule with the metal tip of STMDie weitere Miniaturisierung in der Elektronik wird zu Bauteilen führen, die nur noch aus wenigen oder einzelnen Molekülen bestehen. Um diese Komponenten auf der Nanoebene zu einem Stromkreis zu verbinden, werden winzige Drähte benötigt. Ein internationales Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Donostia International Physics Centers in San Sebastián, Spanien, hat jetzt einen Draht aus einem einzelnen Molekül mit dem Durchmesser eines Atoms hergestellt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entdeckten, dass sich über diesen molekularen Draht auch die Stromstärke regulieren lässt. Er funktioniert also wie ein Nanostromschalter und macht den Einsatz molekularer Drähte in elektronischen Bauteilen im Nanomaßstab denkbar. Die Ergebnisse der Forschungsteams erschienen in der Fachzeitschrift Physical Review Letters.

Pressemitteilung der CAU vom 27.10.2017 (Deutsch)
press release of Kiel University, October 27, 2017 (English)

 

Zweiter Gleichstellungstag Physik

19.06.2017

Gleichstellungstag PhysikAm 13. Juni fand der zweite Gleichstellungstag des Fachbereichs Physik statt. Bei der öffentlichen Informationsveranstaltung für mehr Chancengleichheit in Studium und Wissenschaft zeigten die Referentinnen und Referenten überkommene Rollenbilder auf und stellten Gleichstellungsaktivitäten der Kieler Physik vor. Organisiert wurde der Gleichstellungstag vom Sonderforschungsbereich Transregio 24 „Grundlagen komplexer Plasmen“ der CAU und der Universität Greifswald. Hier weiterlesen