Kiel Nano, Surface and Interface Science (KiNSIS)

Dr.-Ing. Fabian Schütt - Nano Engineering

  • SchüttTitel der Dissertation:
    "Utilizing Nanoscopic Functionality by Effective Macroscopic Assembly of Low Dimensional Nanomaterials"
  • Betreuer: Prof. Dr. Rainer Adelung
  • Institut für Materialwissenschaft

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Was haben Sie in Ihrer Dissertation erforscht?
Ich habe mich hauptsächlich damit beschäftigt, neue Verfahren für die gezielte Anordnung von Nanomaterialien wie Graphen oder Kohlenstoffnanoröhren zu größeren, schwammartigen Strukturen zu entwickeln. Damit sollen die herausragenden Eigenschaften dieser extrem winzigen Materialien auch für makroskopische Anwendungen nutzbar gemacht werden. Diese Verfahren ermöglichen, mehrere Kubikzentimeter große Strukturen mit Dichten von weit unter 1 mg/cm³ herzustellen - das ist um ein Vielfaches leichter als Styropor. Sie werden auch als "Aeromaterialien" bezeichnet, da sie zu 99.99% aus Luft bestehen. In meiner Dissertation konnte ich außerdem zeigen, dass diese Aeromaterialien durch die Ausnutzung der nanoskopischen Funktionalität über extreme mechanische, elektrische und optische Eigenschaften verfügen. Sie finden Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen, wie beispielsweise der Batterie-, Komposit- und Lichttechnologie, sowie in der Gas-Sensorik und der regenerativen Medizin.  

Was fasziniert Sie an Ihrem Forschungsgebiet?
Ein großer Nachteil bei der Erforschung von Nanomaterialien ist, dass man sie nicht sehen und schon gar nicht anfassen kann. Setzt man sie aber zu Aeromaterialien zusammen, kann man ihre faszinierenden Eigenschaften live beobachten und diese auch direkt demonstrieren. Aufgrund ihrer Eigenschaften ergibt sich außerdem ein extrem breites Spektrum an Anwendungen. Deshalb muss ich mich immer wieder in neue Themengebiete einarbeiten, wodurch es nie langweilig wird und ich kann meinen Wissenshorizont stets erweitern - das macht mir Spaß! 

Wie geht es jetzt nach der Dissertation weiter?
Direkt im Anschluss an die Promotion habe ich mich dazu entschlossen, als PostDoc weiter an Aeromaterialien zu forschen. Mein Ziel ist es, die extremen Eigenschaften dieser speziellen Materialklasse für viele neue Anwendungsgebiete nutzbar zu machen, auch außerhalb des Labors. Dazu konnte ich bereits ein großes industrienahes EU-Projekt mit einer Fördersumme von über 4 Millionen Euro einwerben.  

 

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