Kiel Nano, Surface and Interface Science (KiNSIS)

KiNSIS-Promotionspreise 2019

Die KiNSIS-Promotionspreise 2019 wurden im Rahmen der Diels-Planck-Lecture am 18.06.2019 vergeben.

Zur CAU-Pressemitteilung vom 19.06.2019

Dr. Tobias Dornheim - Nano Physics

  • dornheimTitel der Dissertation:
    "The Uniform Electron Gas at Warm Dense Matter Conditions – A Permutation Blocking Path Integral Monte Carlo Perspective"
  • Betreuer: Prof. Dr. Michael Bonitz
  • Institut für Theoretische Physik und Astrophysik
     

Was haben Sie in Ihrer Dissertation erforscht?

Das Verhalten von Elektronen bei hohen Temperaturen und Dichten wie sie z.B. im Inneren des Jupiter vorkommen.

Was fasziniert Sie an Ihrem Forschungsgebiet?

Die Herausforderung, das komplexe Zusammenspiel vieler Effekte durch die Entwicklung neuer Methoden zum ersten Mal grundlegend verstehen zu können, und damit einen Beitrag für die Arbeit anderer Wissenschaftler zu leisten.

Wie geht es jetzt nach der Dissertation weiter?

Im Rahmen meiner Anstellung am neuen Center for Advanced Systems Understanding (CASUS) arbeite ich weiter an der Erforschung der warmen dichten Materie.

Dr.-Ing. Emre Kizilkan - Nano Life Sciences

  • KizilkanTitel der Dissertation:
    "Functionalized Bioinspired Microstructured Surfaces for Controllable Adhesion"
  • Betreuer: Prof. Dr. Stanislav N. Gorb
  • Zoologisches Institut
     

Was haben Sie in Ihrer Dissertation erforscht?

Meine Forschungsarbeit befasste sich mit der kontrollierbaren Adhäsion von Bioinspirationen und der Entwicklung von photoresponsiven Materialien.

Was fasziniert Sie an Ihrem Forschungsgebiet?

Tiere wie Geckos oder Käfer haben interessante dynamische Haftfähigkeiten, die es ihnen ermöglichen, sich während ihrer Lebenszeit in Millionen von Zyklen an Oberflächen anzuhaften und wieder zu lösen. Die Anpassung dieser Fähigkeiten ist eine Herausforderung für künstliche Systeme. Unter Verwendung der von der Natur inspirierten stimulierbaren Materialien und Oberflächenstrukturen können jedoch steuerbare Klebstoffsysteme hergestellt werden, die auf die Technologie für energieeffiziente Systeme übertragen werden können.

Wie geht es jetzt nach der Dissertation weiter?

Ich arbeite weiterhin als PostDoc an der Universität Kiel an der Entwicklung intelligenter Oberflächen für Roboteranwendungen.

Dr. Thomas Knaak - Nano Physics

  • KnaakTitel der Dissertation:
    "Scanning tunneling microscopy of cobalt and iron complexes on metal surfaces"
  • Betreuer: Prof. Dr. Richard Berndt
  • Institut für Experimentelle und Angewandte Physik
     

Was haben Sie in Ihrer Dissertation erforscht?

Ich habe in meiner Dissertation fundamentale physikalische Effekte magnetischer Moleküle auf Metalloberflächen mittels Rastertunnelmikroskopie untersucht.

Was fasziniert Sie an Ihrem Forschungsgebiet?

Mich fasziniert es, mit Hilfe der Rastertunnelmikroskopie einzelne Atome und Moleküle abzubilden und sie so "sichtbar" machen zu können. Ich hoffe, durch meine Forschungsergebnisse einen Beitrag für die Entwicklung zukünftiger Nanotechnologien geleistet zu haben.

Wie geht es jetzt nach der Dissertation weiter?

Ich habe nach meiner Dissertation eine Anstellung in der Industrie angenommen.

Dr.-Ing. Fabian Schütt - Nano Engineering

  • SchüttTitel der Dissertation:
    "Utilizing Nanoscopic Functionality by Effective Macroscopic Assembly of Low Dimensional Nanomaterials"
  • Betreuer: Prof. Dr. Rainer Adelung
  • Institut für Materialwissenschaft
     

Was haben Sie in Ihrer Dissertation erforscht?

Ich habe mich hauptsächlich damit beschäftigt, neue Verfahren für die gezielte Anordnung von Nanomaterialien wie Graphen oder Kohlenstoffnanoröhren zu größeren, schwammartigen Strukturen zu entwickeln. Damit sollen die herausragenden Eigenschaften dieser extrem winzigen Materialien auch für makroskopische Anwendungen nutzbar gemacht werden. Diese Verfahren ermöglichen, mehrere Kubikzentimeter große Strukturen mit Dichten von weit unter 1 mg/cm³ herzustellen - das ist um ein Vielfaches leichter als Styropor. Sie werden auch als "Aeromaterialien" bezeichnet, da sie zu 99.99% aus Luft bestehen. In meiner Dissertation konnte ich außerdem zeigen, dass diese Aeromaterialien durch die Ausnutzung der nanoskopischen Funktionalität über extreme mechanische, elektrische und optische Eigenschaften verfügen. Sie finden Anwendung in einer Vielzahl von Bereichen, wie beispielsweise der Batterie-, Komposit- und Lichttechnologie, sowie in der Gas-Sensorik und der regenerativen Medizin.  

Was fasziniert Sie an Ihrem Forschungsgebiet?

Ein großer Nachteil bei der Erforschung von Nanomaterialien ist, dass man sie nicht sehen und schon gar nicht anfassen kann. Setzt man sie aber zu Aeromaterialien zusammen, kann man ihre faszinierenden Eigenschaften live beobachten und diese auch direkt demonstrieren. Aufgrund ihrer Eigenschaften ergibt sich außerdem ein extrem breites Spektrum an Anwendungen. Deshalb muss ich mich immer wieder in neue Themengebiete einarbeiten, wodurch es nie langweilig wird und ich kann meinen Wissenshorizont stets erweitern - das macht mir Spaß! 

Wie geht es jetzt nach der Dissertation weiter?

Direkt im Anschluss an die Promotion habe ich mich dazu entschlossen, als PostDoc weiter an Aeromaterialien zu forschen. Mein Ziel ist es, die extremen Eigenschaften dieser speziellen Materialklasse für viele neue Anwendungsgebiete nutzbar zu machen, auch außerhalb des Labors. Dazu konnte ich bereits ein großes industrienahes EU-Projekt mit einer Fördersumme von über 4 Millionen Euro einwerben.

Dr. Nadja Stucke - Nano Chemistry

  • StuckeTitel der Dissertation:
    "Modellsysteme für die Stickstofffixierung basierend auf Pincerliganden: Spektroskopische Untersuchungen in Lösung und auf Oberflächen"
  • Betreuer: Prof. Dr. Felix Tuczek
  • Institut für Anorganische Chemie
     

Was haben Sie in Ihrer Dissertation erforscht?

Ich habe im Bereich der Stickstofffixierung und Aktivierung kleiner Moleküle geforscht. Das Ziel war es, kleine Moleküle, insbesondere den chemisch inerten Stickstoff (N2), mit Hilfe eines geeigneten Metallkomplexes zu aktivieren, sodass derartige Moleküle katalytisch in bioverfügbare Verbindungen (z.B. Ammoniak, NH3) umgewandelt werden können. Ein großer Themenbereich meiner Dissertation stellte die Fixierung derartiger Metallkomplexe mit gebundenen kleinen Molekülen auf einer Oberfläche und die Untersuchung des Einflusses dieser Oberfläche auf die Aktivierung der kleinen Moleküle dar.

Was fasziniert Sie an Ihrem Forschungsgebiet?

Als Vorbild für unserer Forschung diente die Natur, insbesondere das Enzym Nitrogenase, welches Stickstoff in die bioverfügbare Verbindung Ammoniak überführt. Die Forschung in diesem Bereich hat mich stets fasziniert, da sich unterschiedlichste Bereiche der Chemie miteinander verbinden lassen: Basierend auf dem biologischen Aspekt der Natur konnten wir die nach organischer und anorganischer Synthese erhaltenen Metallkomplexe spektroskopisch und theoretisch untersuchen, um so die (physikalischen) Vorgänge innerhalb der Moleküle besser zu verstehen.

Wie geht es jetzt nach der Dissertation weiter?

Nach der Dissertation war ich zunächst für einen Auslandsaufenthalt in Manchester und werde nun anfangen, in der chemischen Industrie zu arbeiten.

Dr.-Ing. Michael Timmermann - Nano Life Sciences

  • TimmermannTitel der Dissertation:
    "Biomimetic Structuring of Silicones for Cell Control and Strain-Stiffening"
  • Betreuerin: Prof. Dr. Christine Selhuber-Unkel
  • Institut für Materialwissenschaft

Was haben Sie in Ihrer Dissertation erforscht?

Ich habe Silikon in zwei verschiedene biomimetische Strukturen gebracht, um zum einen das Verhalten von Zellen in beengten Umgebungen zu beschreiben und zum anderen einen mechanischen Effekt von Zellen für ingenieurswissenschaftliche Anwendungen nutzbar zu machen.

Was fasziniert Sie an Ihrem Forschungsgebiet?

Ich finde es sehr spannend, dass man mit demselben Werkstoff (Silikon), sowohl im Mikrometermaßstab arbeiten kann, um die Extrazelluläre Matrix nachzustellen, als auch im makroskopischen Maßstab eine Funktionalität erzeugen kann. Das zeigt sehr gut die Variabilität dieses Werkstoffes.

Wie geht es jetzt nach der Dissertation weiter?

Wir haben im Bereich der Forschung an dehnungsversteifenden Materialien zwei Patente angemeldet, von denen eines schon erteilt ist. Ich werde jetzt bis Mitte 2020 in einem ERC Proof of Concept Grant mit 150.000 € gefördert, um diese Entwicklungen weiter in Richtung Marktreife zu bringen.

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