Kiel Nano, Surface and Interface Science (KiNSIS)

Positive Bilanz der digitalen Nanofortbildungsreihe für Lehrkräfte

31.03.2021

Präsentation Prof. StockWas zunächst als digitale Alternativlösung gedacht war in Zeiten, in denen Präsenzveranstaltungen coronabedingt kaum durchführbar sind, erwies sich als reichweitenstarkes Erfolgsmodell: Die Online-Lehrkräftefortbildung „Nanotechnologie für den Unterricht“, eine Zusammenarbeit zwischen dem Forschungsschwerpunkt KiNSIS und dem Projekt "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" der CAU, der Kieler Forschungswerkstatt, dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH). Anhand von mehreren Vorträgen und Experimenten gaben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Wintersemester 2020/21 Einblicke in aktuelle Forschungsthemen – und nahmen selbst auch einige Erkenntnisse mit. Der große Anwendungsbezug des Themas „Nanotechnologie“ sorgte für viele Anknüpfungspunkte zum Chemieunterricht.  Weiterlesen

Teilnehmende kamen auch aus anderen Bundesländern und der Schweiz

„Als feststand, dass die Nano Summer School, die wir seit drei Jahren anbieten, 2020 nicht stattfinden kann, war unsere Enttäuschung zuerst groß. Aber die digitale Veranstaltungsreihe, die wir stattdessen im Wintersemester organisierten, war ein voller Erfolg und wird vielleicht sogar auf Dauer ein zusätzliches Format bei uns“, so die zufriedene Bilanz von Professorin Ilka Parchmann, Leiterin der Chemiedidaktik am IPN, die auch als Moderatorin durch die Veranstaltung führte. Normalerweise findet die mehrtägige Fortbildung während der Sommerferien in den Räumen der Kieler Forschungswerkstatt statt. Ziel ist, Lehrkräfte bei der Umsetzung nanotechnologischer Inhalte im Unterricht zu unterstützen. „Die Einbindung der CAU mit ihren Stärken in der aktuellen fachwissenschaftlichen Forschung und im Bereich Outreach ist eine ideale Ergänzung zum Angebot des IQSH“, betont Britta Stäcker, Landesfachberaterin Chemie beim IQSH.

Folien Fabian Schütt

In den virtuellen Seminarraum kamen diesmal auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer von außerhalb Schleswig-Holsteins, darunter Niedersachsen, Berlin, NRW und Bayern. „Eine Lehrkraft hatte sich sogar aus der Schweiz dazugeschaltet“, freute sich Organisatorin Dr. Silke Rönnebeck. Fast 60 Zuschauerinnen und Zuschauer waren beim ersten Termin am 12. November 2020 dabei, viele davon besuchten alle sechs Vorträge bis zum Februar 2021. Neben dem einfachen Zugang erwies sich auch die Möglichkeit, Vorträge aufzuzeichnen, als großer Vorteil des digitalen Angebots. Herzstück waren, wie auch bei der Summer School, die Experimente aus den wissenschaftlichen Laboren, die als Video hinzugeschaltet wurden und eine große Bandbreite von Nanomaterialien mit faszinierenden Eigenschaften zeigten. Sowohl Lehrkräfte als auch Lehramtsstudierende bekamen auf diese Weise einen breiten Überblick über das Forschungsfeld der Nanotechnologie.
 

„Auch meine Kinder fanden es interessant“

Dass das Konzept funktionierte, zeigten die Rückmeldungen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss an die Veranstaltung per E-Mail schickten:

  • „eine wirklich interessante Fortbildung auf hohem Niveau“
  • „Vielen Dank an Sie, dass Sie so etwas auf die Beine stellen in der Corona-Zeit, gerade die Einblicke in aktuelle Forschung sind für mich als Lehrkraft enorm spannend, da man so noch viel mehr an die Schülerinnen und Schüler weitergeben kann beim Stichwort "Was machen Chemikerinnen und Chemiker eigentlich und was bringt es konkret?"
  • „Mir hat das sehr gut gefallen und ich habe ne Menge Neues mitgenommen. Auch meine Kinder fanden es interessant - denn oft lag der Vorlesungsbeginn auf dem Abendessen ;-)“
     

Aber auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Einblicke in ihre Forschung gaben, nahmen einiges aus der Veranstaltung mit. Ein besonderer Fokus des Organisationsteams lag hierbei auf der Einbindung des wissenschaftlichen Nachwuchses. „Oft ist es ja super hilfreich, über die Wissenschaftskommunikation die Essenz der eigenen Forschung ‚rauszukitzeln‘ und so zu einem tieferen Verständnis seiner Forschung zu kommen“, sagt Doktorand Leonard Siebert, der Nanomaterialien aus dem 3D-Drucker vorstellte. „Ich denke, für uns als Wissenschaftler ist es wichtig, nicht nur untereinander zu kommunizieren, sondern auch mit der ‚Basis‘. Lehrkräfte sind mit ihrer wissenschaftlichen Ausbildung ein perfektes Bindeglied“, so Dr. Sören Kaps, der erklärte, wie Nanomaterialien sich selbst reinigen. „Und die Lehrkräfte können neue Anregungen für ihren Unterricht hier gleich gemeinsam diskutieren“, ergänzt Dr. Sandra Hansen einen weiteren Vorteil des Onlineseminars. Sie zeigte in ihrem Vortrag Nanomaterialien für neuartige Batterien und nahm selbst Anregungen für ihre Lehre mit Studierenden mit, wie Umfragetools oder andere Ansätze um Fachthemen einzuführen. Vielleicht motivieren Forschungseinblicke wie diese noch mehr junge Menschen für MINT-Themen, hofft sie. „Viele faszinierenden Phänomene, die wir in der Uni tagtäglich sehen, könnten die Lust an einem naturwissenschaftlichen Studium steigern“, glaubt auch Siebert.

Den Teilnehmenden konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Begeisterung an der Forschung auf jeden Fall vermitteln – das lassen zumindest Rückmeldungen vermuten wie „Ich danke Ihnen für diese tollen und inspirierenden Veranstaltungen und hoffe, dass es bald eine Fortsetzung geben wird“. So ist eine nächste Summer School bereits in Planung. „Wir würden uns sehr freuen, die Lehrkräfte wieder persönlich begrüßen zu dürfen. Aber wenn es durch Corona auch dieses Jahr noch schwierig sein sollte, wissen wir jetzt, dass auch digitale Veranstaltungen sehr gut funktionieren und ihre ganz eigenen Vorteile haben“, sagt Rönnebeck.
Fotos: Screenshots aus Vorträgen von Professor Norbert Stock und Dr. Fabian Schütt.

Programmübersicht Digitale Ringvorlesung
Aktuelle Informationen zur Nano Summer School 2021
 

Kontakt (auch bei Interesse an den Videoaufzeichnungen):

Dr. Silke Rönnebeck
Projekt LeaP@CAU, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Telefon: +49 (0)431 880 3115
E-Mail: sroennebeck@uv.uni-kiel.de

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