Kiel Nano, Surface and Interface Science (KiNSIS)

Nacht der Wissenschaft 2019

08.10.2019

Beach flagZum vierten Mal hatte die Kiel Region am 27. September zur Nacht der Wissenschaft eingeladen und rund 13.000 Besucherinnen und Besucher kamen nach Rendsburg, Eckernförde, Plön, Preetz und Kiel. Dort boten über 40 Forschungseinrichtungen Mitmach-Experimente und Vorträge an, darunter auch viele KiNSIS-Mitglieder. Die Veranstaltung ist Teil der "European Researcher Night", die zeitgleich in mehr als 25 Ländern stattfand und von der EU-Kommission unterstützt wird. Weiterlesen

Citti-Park"Ich finde es hochspannend, was gerade in der Wissenschaft in der "Pipeline" ist", erklärte die 75-jährige Ingrid, die zum ersten Mal die Nacht der Wissenschaft besuchte und aus Kronshagen nach Kiel gekommen war. Am Stand des SFB 1261 machte sie mit einer VR-Brille einen 360-Grad-Rundgang durch das Nanolabor der CAU, in dem neuartige Magnetfeldsensoren für die medizinische Diagnostik entwickelt werden. "Das ist ja eine tolle Möglichkeit, um auch Jugendliche und Kinder für das Thema zu interessieren", so ihr Fazit zu dem virtuellen Format. Direkt nebenan zeigte Dr. Michael Timmermann ein neues dehnbares, weiches Material, mit dem er zum Beispiel Bandagen bequemer machen und Druckstellen verhindern möchte. Gerade ist er für sein EU-Projekt "Strainstiff" auf der Suche nach Firmenpartnern, mit denen er seine Forschung in die Anwendung bringen kann. "Das Material ist bestimmt viel angenehmer auf der Haut", lautete das Urteil der beiden Schülerinnen Luisa und Faya nach einem kurzen Berührungstest. Die 14- und 13-Jährigen schrieben für ihre Schule einen Artikel über die Nacht der Wissenschaft. "Viel Glück damit und dass das Material durch die Decke geht!" wünschte Luisa dem Materialwissenschaftler zum Abschied.

BildschirmAn der Hafenspitze in Eckernförde stellte Professor Richard Berndt das EU-Projekt COSMICS vor. Hier entwickeln mehrere internationale Forschungsteams zusammen mit der Uni Kiel neue Methoden, um magnetische Moleküle zu untersuchen. Sie könnten dazu beitragen, neue winzige elektronische Bauteile zu entwickeln. "Mich interessiert, was in der Forschung Neues gemacht wird ", erzählte Besucherin Christine aus Bremen. "Als Sonderschulpädagogin sind das natürlich oft neue Vokabeln für mich. Aber als der Wissenschaftler erzählte, die Erkenntnisse könnte man zum Beispiel auch für die Kernspintomographie verwenden, da hatte ich ein konkretes Bild und wieder einen Zugang zum Thema."

WissenschaftlerIm selben Zelt erklärte Chemiker Prof. Dr. Oula Peñate Medina Grundlagen der Physik anhand von einfachen Hausmitteln. "In jeder Küche haben wir zum Beispiel Schaum und Seifenblasen. Ihre Hüllen sind nur wenige Nanometer dick und schimmern bunt wie Prismen." Warum verbringt er seinen Freitagabend damit, Bürgerinnen und Bürgern physikalische Phänomene zu erklären? "Viele Menschen sind skeptisch gegenüber der Nanowissenschaft, weil sie sie nicht verstehen. Aber wir sind überall davon umgeben. Wissenschaft in die Gesellschaft zu tragen, das gehört für mich zur Aufgabe des Professors dazu. Neben Lehre und Forschung ist das die dritte Aufgabe einer Universität." Bereits dunkel war es, als Professor Michael Bonitz in einem Vortrag zu Max Planck erläuterte, wie der Kieler Ehrenbürger und Nobelpreisträger mit seiner Quantentheorie die Naturwissenschaften revolutionierte.

KinderDer 11-jährige Fabian aus Nordfriesland war mit seiner Familie extra für die Nacht der Wissenschaft angereist. In Rendsburg bestaunte er unter anderem die Solarzellenfolien von Professorin Martina Gerken, die sie im EU-Projekt RollFlex gemeinsam mit dänischen Partnern erforscht. "Am besten gefällt mir die Technik hier. Es ist ja unglaublich, dass so etwas kleines so viel Energie herstellen kann!" Wenige Räume weiter hieß es "Selbermachen" bei den Mitmach-Experimenten des klick!:labors der Kieler Forschungswerkstatt. "Wir zeigen, was Nanoteilchen sind und wie sie funktionieren, zum Beispiel in Sonnencremes", erklärt Mitarbeiter Patrick Dietrich. Direkt daneben sarapräsentierte Sara Siebert vom Kiel Science Outreach Campus KiSOC ihren 360-Grad-Film über einen Wasserläufer. Durch eine VR-Brille oder am Tablet erfuhren die Besucherinnen und Besucher, warum diese Insekten übers Wasser gehen können und wie ihnen die winzigen Nanodimensionen dabei helfen. "Ich bin sehr stolz, dass ich meinen fertigen Film heute das erste Mal zeigen konnte und bisher so viel positives Feedback bekommen habe", strahlte die Medien- und Materialwissenschaftlerin.

 

JungeSchaumcosmics

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Die nächste Nacht der Wissenschaft soll am Freitag, 25. September 2020 in Kiel stattfinden.

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