Kiel Nano, Surface and Interface Science (KiNSIS)

Die besten Kieler Nano-Promotionen 2016

02.12.2016

Zwei der vier Kinsis-PromotionspreisträgerDie Promotionspreise des Nanoforschungsschwerpunktes KiNSIS gingen in diesem Jahr an Dr. Florian Dams, Dr. Michael Helou, Dr. Hauke Thomsen und Dr. Jonas Otto Wolf. Die mit jeweils 1.000 Euro dotierten Auszeichnungen ehren die besten Dissertationen in der Kieler Nanoforschung. Florian Dams und Hauke Thomsen konnten sie bei der diesjährigen Diels-Planck-Lecture entgegen nehmen. Im Folgenden werden sie kurz vorgestellt. Hier weiterlesen


Florian Dams (Foto: 2. von links) studierte in Regensburg Elektro- und Mikrosystemtechnik, bevor er in Kooperation mit der CAU, Institut für Materialwissenschaft, an der Ostbayrischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg promovierte. Für seine Dissertation mit dem Titel „Mikrotechnologische Strukturen zur Bestimmung druckabhängiger Gaseigenschaften für Anwendungen in der Vakuummesstechnik“ bei Professor Franz Faupel erhielt er den KiNSIS-Preis für Nano Engineering.

Schwerpunkt seiner externen in der Arbeitsgruppe von Prof. Rupert Schreiner in Regensburg durchgeführten Doktorarbeit waren Mikro- und Nanostrukturen: Dams untersuchte, inwieweit mit ihrer Hilfe die Eigenschaften von Drucksensoren, speziell für den Vakuumbereich, verbessert werden können. „Mit diesen Strukturen konnte ich Zusammenhänge zwischen den Sensor- und Struktureigenschaften zeigen, die bisher nur unzureichend theoretisch beschrieben wurden. Einige von ihnen können auch in der Röntgentechnik eingesetzt werden.“ In diesem Bereich, bei einem früheren Kooperationspartner, arbeitet der 33-Jährige auch nach Abschluss seiner Promotion. Außerdem unterstützt er die Weiterentwicklung der Mikro- und Nanostrukturen aus seiner Doktorarbeit hin zu einem Produkt.

„Der KiNSIS-Preis bedeutet mir viel und ich fühle mich überaus geehrt, dass ich als Absolvent einer Fachhochschule und als Teilnehmer an einem kooperativen Promotionsprogramm in einem renommierten wissenschaftlichen Kreis ausgezeichnet worden bin“, freut sich Dams über die Ehrung. Professor Faupel : „Es freut mich sehr dass Herr Dams diese hochrangige Auszeichnung erhalten hat. Seine wissenschaftlichen Ergebnisse wurden u.a. auch schon international mit einem „Best Poster Award“ prämiert und sind von großer Relevanz für industrielle Anwendungen.“

Hauke Thomsen (Foto: 2. von rechts) vom Institut für Theoretische Physik und Astrophysik erhielt den KiNSIS-Preis für Nano Physics für seine Arbeit mit dem Titel „Melting Processes and Laser Manipulation of Strongly Coupled Yukawa Systems“. Dort beschäftigt er sich mit der Ordnung in kugelförmigen Clustern aus wenigen Teilchen und wie sie bei zunehmender Temperatur verloren geht. Um das Verschwinden der regelmäßigen Gitter innerhalb von Schalen in dieser Cluster und die Ordnung verschiedener Schalen unabhängig voneinander aufzulösen, untersuchte er neuartige Ordnungsparameter.

Der 31-Jährige freut sich über die Anerkennung seiner wissenschaftlichen Arbeit: „Es ist für mich eine große Ehre, dass meine theoretische Arbeit in diesem großen Rahmen ausgezeichnet wurde.“ Auch Doktorvater Professor Michael Bonitz ist mit seinem Doktoranden sehr zufrieden: „Ich freue mich sehr, dass Herr Thomsen den KiNSIS-Preis erhalten hat. Er hat mit seiner Dissertation eine herausragende Leistung erbracht und verfügt bereits jetzt über eine überdurchschnittliche Publikationsliste.“ Nach seiner Dissertation wechselte Thomsen in die Wirtschaft und arbeitet in der Forschung und Entwicklungsabteilung eines Herstellers für Präzisionsmaschinen. Als Softwareentwickler beschäftigt er sich mit dem Thema Farbe und die Entstehung des Farbeindrucks.

Jonas Otto Wolf (nicht auf dem Foto) vom Zoologischen Institut promovierte bei Professor Stanislav N. Gorb und bekam den Promotionspreis für Nano Life Science. Seine Dissertation trägt den Titel „Comparative functional morphology of attachment devices in Arachnida“. Michael Helou (ebenfalls nicht auf dem Foto) erhielt den KiNSIS-Promotionspreis Nano Engineering für seine Arbeit „Magnetic Flow Cytometry“. Sein Doktorvater am Institut für Materialwissenschaft war Professor Eckhard Quandt.

Die KiNSIS-Promotionspreise wurden zusammen mit der Diels-Planck-Lecture bei der Veranstaltung „Nano Surface and Interface Science“ im Wissenschaftszentrum Kiel verliehen. Das Treffen von Forschung und industrieller Anwendung in der Medizintechnik wurde gemeinsam ausgerichtet von der Kieler Wirtschaftsförderung (KiWi), der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WT.SH), der Norddeutschen Initiative Nanotechnologie (Nina) und KiNSIS. Es fand am 6. Oktober 2016 statt.

Foto (Siekmann, CAU): Die KiNSIS-Sprecher Rainer Adelung (1. von links) und Olaf Magnussen (1. von rechts) verliehen die KiNSIS-Promotionspreise 2016, unter anderem an Florian Dams (2. von links) und Hauke Thomsen (2. von rechts).

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